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Fachwart  Franz Hager mail

Jonas Winkeler überzeugt bei den Deutschen Meisterschaften

Mit 23 ersten Plätzen kehren die Leichtathleten des WBRS von ihren Deutschen Meisterschaften am 27. – 28.5. in Erfurt zurück.

 Allen voran war es der 15 jährige Jonas Winkeler (TSV Bietigheim/TF45) der bei allen Starts ungeschlagen blieb. Zunächst sicherte er sich über 100 Meter in der neuen persönlichen Bestzeit von 13,02 Sekunden die Goldmedaille um danach in einem Sololauf über 800 Meter nach sehr guten 2:20,30 Minuten ins Ziel zu kommen. Wahrscheinlich waren bei der großen Hitze, es hatte über 35° bei wolkenlosem Himmel, seine Kräfte aufgebraucht. Beim Weitsprung kam er erst im letzten Versuch auf 4,89 Meter, wobei er 30 Zentimeter im Absprung verschenkte. Zweiter wurde hier Jan Nic Arnold (TV Cannstatt/TF42) mit 3,46 Meter. Grund zum Jubeln hatte auch Annegret Schneider. Die 17 Jährige von der TG Heilbronn sprang nach einer persönlichen Bestleistung über 100 Meter in 15,16 Sekunden, in ihrem letzten Weitsprungversuch bei widrigen Windverhältnissen mit 4,31 Meter eine persönliche Bestleistung. Damit hat sie die Qualifikationsweite für die Teilnahme an der Junioren WM in der Schweiz schon zum 2. Mal überboten. Für die WM in London ist Niko Kappel (VfL Sindelfingen/F41) bereits qualifiziert. In Erfurt war er mit seinem Wettkampf überhaupt nicht zufrieden. „Leider ein eher etwas schwächeres Wochenende für mich. Aber kein Grund, gleich auf dem Boden zu liegen, “ meinte Niko Kappel zu seiner Leistung (12,19 Meter) in Erfurt. Bei den Männern musste sich Vorjahressieger Sascha Lang (TSG Reutlingen Inklusiv/TF28) mit dem dritten Platz begnügen. Er sprang mit 5,18 Meter die gleiche Weite wie der Zweitplatzierte André Strelow (VfB Germania Halberstadt), hatte aber den schlechteren zweitbesten Versuch. Bei der männlichen Jugend überzeugte Luis Häcker (VfL Waiblingen/TF34) mit persönlichen Bestleistungen. Zu Anfang kam er auf Rang 2 mit einer neuen Bestweite im Kugelstoßen von 5,66 Meter. Einen Tag später schleuderte er den 1 Kilogramm schweren Diskus erstmals über 15 Meter auf gute 15,51 Meter. Ebenfalls in der Klasse U20 startete David Sacco (TSG Reutlingen Inklusiv/TF28). Er kam beim 200 Meterlauf in 31,06 Sekunden als Zweiter ins Ziel. Sein Vereinskamerad Julian Maier (M18) sprang bei seinen ersten Deutschen Meisterschaften 4,20 Meter weit und wurde ebenfalls Zweiter.

Bei den Frauen kam auch Sandra Mast (BRSG Freudenstadt/TF20) beim Diskuswerfen als Zweite aufs Treppchen. Ihr weitester Wurf landete bei 30,62 Meter.

Im Seniorenbereich wären ohne die Teilnehmer aus Württemberg viele Wettkämpfe ausgefallen. Insgesamt gingen von den dreiundzwanzig ersten Plätzen, die der WBRS mitbrachte, zwanzig an unsere Senioren. Einsamer Teilnehmer bei der Klasse M70 war im Laufbereich Friedrich Vischer (TSG Backnang/TF48) er musste alle Rennen ohne Konkurrenz absolvieren und kam zum Schluss über 5000 Meter nach 29:54,11 Minuten ins Ziel. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass an diesem Tag die Sonne gnadenlos vom Himmel brannte. Pech hatte unser Fachwart Franz Hager (BVSG Aalen/TF42). Nach gutem Kugelstoß (11,22 Meter) und Diskuswurf (27,39 Meter) holte er sich eine Oberschenkel Zerrung und musste im Speer und Standweitsprung am Sonntag passen. Auch unser Statistiker Wolfgang Krimmel (TSV Meßstetten/TF48) hatte Knieprobleme. Er wurde beim Diskuswurf mit 29,56 Meter Zweiter konnte aber auch, wie Franz Hager seinen Hallensieg im Standweitsprung nicht verteidigen.

Die Veranstaltung stand Anfangs unter einem schlechten Stern. Zunächst wurde bis wenige Wochen vor Beginn das Städtchen Ohrdruf als Ausrichter vom Verband genannt. Dann wurde das große Steigerwaldstadion im Zentrum Erfurts als Wettkampfstätte anvisiert. Bis dort Ende April festgestellt wurde, dass die Rundbahn bei Umbauarbeiten unter dem Befahren von schweren LKW im Untergrund beschädigt war und nicht benutzt werden konnte. Hotels waren gebucht und als Ersatz musste drei Wochen vor dem Wettkampf in Erfurt ein sogenanntes C Klassen Stadion mit vier Rundbahnen 8 Kilometer weiter auf der anderen Seite der Stadt dienen. Zur Überraschung aller Teilnehmer war die Anlage perfekt hergerichtet und die Organisation funktioniert ausgezeichnet.

Schade fanden die Teilnehmer auch, dass sich zu der anberaumten Leichtathletik Tagung der Länder nur 8 Verbände angemeldet hatten und damit keine Beschlussfähigkeit vorhanden war. Hoffentlich kein schlechtes Omen für die Zukunft der Leichtathletik im DBS. Auch fehlten sehr viele Spitzenathleten, die ja eigentlich der Jugend als Vorbilder dienen sollten.

Thomas Strohm

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Bilder S. Strohm

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