Informationen zum Schwimmen

Fachwarte  Chrissi Ziegler / Jan Heffner mail

Schwimmen: Rekorde und Meistertitel in Berlin

Der erste Rekord stand schon vor dem Start der Internationalen Deutschen Meisterschaft in Berlin vom 6.-9.07.2017 fest: Mit rund 620 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 52 Ländern war der Wettkampf so gut besucht und international besetzt wie noch nie zuvor.
Im ersten Jahr nach den Paralympics in Rio kamen viele Nationalmannschaften in die Schwimm- und Sprunghalle im Europapark an der Landsberger Allee um ihren Nachwuchsportlern, die eine Perspektive haben in Tokyo 2020 mit dabei zu sein, an internationale Wettkämpfe mit ihren Vor- und Endläufen heranzuführen und als letzter großer Test für die Top-Athletinnen und Athleten vor der diesjährigen WM in Mexico City vom 30.09.-06.10.2017. Die IDM war in diesem Jahr außerdem das Finale einer weltweiten Wettkampfserie, der 2017 Para Swimming World Series, was das Teilnehmerfeld zusätzlich vergrößerte und womit die Veranstaltung ihren Ruf als international bedeutendster Wettkampf nach Paralympics und Weltmeisterschaften weiter ausbauen konnte.
 
Insgesamt acht Sportlerinnen und Sportler vertraten in Berlin das Bundesland Baden-Württemberg und die zwei Landesverbände BBS und WBRS. Anders als in den vergangenen Jahren endeten die vier Wettkampftage für die Sportler dieses Jahr leider fast immer nach den Vorläufen am frühen Nachmittag, statt wie in den Vorjahren erst am Abend nach den Final-Wettkämpfen. Da es in diesem Jahr nur internationale Endläufe gab und zusätzlich die Mannschaften aus dem Ausland mit sehr starken Nachwuchskräften auch schon in den Jahrgängen ab 2004 angereist waren, blieben die Final-Läufe - auch in der Jugend - auf deutscher Seite nur den aktuellen und baldigen Mitgliedern der Nationalmannschaft vorbehalten. In den Einzel-A-Finalen, die den Internationalen Deutschen Meister ermitteln, konnte sich während der gesamten Veranstaltung kein Deutscher durchsetzen. Jedoch konnten drei Titel deutsche Mannschaften in den Staffel-Wettkämpfen sichern. Darunter war sensationell das „Team WBRS“. Gestartet aufgrund der Regularien als Württembergische Verbandsstaffel, setzten sich im direkten Endlauf Marlene Endrolath (SV Göppingen), Svenja Erni, Jan Nic Arnold (beide SV Cannstatt) und Stefan Löffler (TSG Reutlingen) in der 4 x 50 m Lagen mixed Staffel knapp vor dem SC Potsdam und einer Mannschaft aus Island durch.
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Für Jan Nic Arnold (2002), der seine persönlichen Bestleistungen durchweg steigern konnte, blieb es nicht bei diesem einen Titel im Mannschaftwettbewerb. Über 50 m Rücken setzte er sich im Vorlauf gegen die Konkurrenz durch und wurde Internationaler Deutscher Meister in der Jugend B. Svenja Erni (2003) startete mit einer persönlichen Belastung in den ersten Wettkampftag. Am Tag zuvor wurde sie in eine für sie ungünstigere Startklasse eingeordnet, was für sie weniger Punkte und mehr Konkurrenz bedeutete. Sportlich beindruckte sie dieser Umstand wenig. Auch sie konnte durchweg ihre Bestzeiten wesentlich verbessern. Vordere Platzierungen in Einzeldisziplinen waren für sie dennoch nicht zu erreichen. Ebenfalls ohne Platzierungen in den Medaillenrängen mussten Rick Wonn (2003, TV Bad Mergentheim) und Leon Hölzel (SSV Huchenfeld) auskommen. Obwohl sich Rick Wonn ebenfalls gegenüber dem Vorjahr weiter verbesserte und mehrere Top 10 Ergebnisse in der Jugend B sicherte, reichte es für Ihn nicht für vordere Plätze, was auch daran lag, dass er in diesem Jahr zusammen mit dem älteren Jahrgang 2002 gewertet wurde. Leon Hölzle (1999) konnte sich nur teilweise gegenüber dem Vorjahr steigern. Über seine Paradestrecke 100 m Freistil gelang ihm dies jedoch. Hier erreichte er als bester Deutscher den 15. Platz in seiner Startklasse S10. In die Top 10 kam er über 100 m Brust (9.) und 50 m Schmetterling (7.).
 
Die einzigen Finalteilnahmen für Baden-Württemberg bescherte 2017 die Schwimmerin Marlene Endrolath (2001). Bei ihrer zweiten Teilnahme konnte sie sich gegenüber dem Vorjahr steigern und bestätigte ihre C-Kader Norm für die deutsche Nationalmannschaft. Sie konnte an allen vier Tagen Final-Läufe erreichen, in denen sie mehrere Medaillen gewann. Die Titel als Deutsche Jugendmeisterin sicherte sie sich über 50 m und 100 m Schmetterling. Für Marlene Endrolath war es voraussichtlich der letzte Start für das „Team Ba-Wü“, da sie im September an ein Internat nach Berlin wechselt, um ihre leistungssportliche Karriere fortzusetzen. Christina Ziegler (SV Cannstatt) gewann in ihrer Startklasse SB2 über 100m Brust und Silber über 50m Brust. Die Masters-Schwimmerin Gudrun Lange (TSG Balingen) war mit Jahrgang 1942 die älteste Teilnehmerin. Über 100m Rücken gewann sie Gold und insgesamt weitere dreimal Silber und zweimal Bronze in der Masters III-Wertung. Für Stefan Löffler war es der erste Wettkampf in dem er auch als Master-Sportler gewertet wurde. Trotz einer verletzungsbedingt schwierigen Vorbereitung  erreichte er als Brust-Spezialist über 50 m den 5. und über 100 m den 4. Platz in seiner Startklasse SB9. Zusätzlich kann er sich erstmalig über 100 m Freistil Internationaler Masters Meister nennen.
 
Auch Christoph Burkard war Gast in Berlin. Allerdings schwamm er nicht im Becken, der Goldmedaillengewinner von den Paralympics 2004 wurde stattdessen von Bundestrainerin Ute Schinkitz und Abteilungsvorstand Bernard von Welck aus der Nationalmannschaft verabschiedet.
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Insgesamt standen zum Schluss 35 neue Weltrekorde und 27 kontinentalen Bestleitungen bei der diesjährigen IDM in Berlin im Protokoll. Nach der WM in Mexico im September beginnt das neue Wettkampfjahr international mit den europäischen Jugendspielen vom 10.-15.10.17 in Liguria in Italien.
 
 
Ergebnisse Protokoll

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